Berlin

Cannabis Legalisierung – Ja oder Nein?


Cannabis Legalisierung – Auch Kripo-Beamte sind dafür

Schon länger ist in der Öffentlichkeit bekannt, dass FDP, Grüne und Linke für die Legalisierung von Cannabis sind. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat sich nun auch auf ihre Seite gestellt und ist für die Legalisierung. Andre Schulz, der Bundesvorsitzender der BDK, hat letztens gesagt, dass die Konsument von Cannabis entkriminalisiert werden soll. Die Medien haben diese Aussage so interpretiert, dass er generell für die Legalisierung von Cannabis ist. Auch wenn Welness-Oasen mindestens genauso entspannend wären 😉

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Der Bund Deutscher Kriminalbeamter ist für die Entkriminalisierung von Cannabis – Konsumenten.

Dies wird zwar nicht eindeutig klar, aber folgende Aussage gegenüber dem Tagesspielgel von Schulz lässt darauf schließen, dass er zumindest nicht gegen Cannabis ist: „Unsere Probleme sind Alkohol und Tabak mit mehreren tausenden Toten pro Jahr, nicht Cannabis“. Der Bericht der Berliner Landesdrogenbeauftragten bestätigt dies.

Man erhält eine Strafanzeige, wenn ein Polizist jemanden mit einem Joint erwischt. Eine Strafe ist dies jedoch nicht. Insgesamt wurden 15 078 Betäubungsmittelverfahren im Jahre 2016 erfasst. Von diesen wurde 10 562 wieder eingestellt, was ca. 70% entspricht. Wenn Cannabis legalisiert werden würde, könnten einige Beamte anderen Aufgaben nachgehen. Wie viele es genau wären ist noch nicht berechnet worden.

Großer Aufwand für nichts

AFD – Politiker Karsten Woldeit widerspricht seiner Partei und ist auch für die Legalisierung von Cannabis. Er meint, dass die Legalisierung die Sicherheitsbeamten sehr entlasten würde und die Behörden an anderen Stellen besser eingesetzt wären, anstatt diesem Papierkram hinterherzulaufen. Des Weiteren würde der Staat durch die Legalisierung weitere Steuereinahmen generieren und hätte die Droge besser unter Kontrolle.Cannabis Pflanze

Der Bund der Kriminalbeamten, die Grünen, die Linke, die AFD und die FDP sind sich einig. Der Erwerb von Cannabis sollte so geregelt werden wie es bei Zigaretten und Alkohol seit Jahren der Fall ist. Der FDP – Politiker Marcel Luther äußerte sich wie Folgt zu dem Thema: „Wir brauchen wie bei Zigaretten ein Mindestalter, kontrollierte Qualität und eine von den Herstellern finanzierte Gegenkampagne muss das alles begleiten. Ähnlich wie die Aufdrucke auf Zigarettenschachteln.

So würde der Kontakt mit den Dealern vermieden werden. Desweitern würde eine Finazierungsquelle der Organisierten Kriminalität wegbrechen und die Polizei wäre nicht mir so belastet. Diese Argumente hat auch Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) in einem Beitrag der „Deutschen Richterzeitung“ gebracht, in welchem er sich für die Legalisierung von Cannabis positioniert. Zwei Drittel der Taten der einfachen Drogenkriminalität im Jahre 2016 handeln von Cannabis. Herr Behrendt möchte eine Jugendschutz wie bei Alkohol einführen, auch wenn dieser nicht immer richtig funktioniert.

Kiffer erhalten Fahrverbot!?

Für ein totales Fahrverbot für Kiffer spricht sich BDK-Chef Schulz, welcher auch die aktuelle Diskussion auslöste, aus. Schulz‘ Vorschlag ist, dass es ähnlich wie bei Alkohol, eine Null Promille Regelung geben soll.

Es gibt natürlich auch Menschen die der Legalisierung kritisch gegenüberstehen. Darunter auch der regierende Bürgermeister Berlins.  Dieser sehe das „persönlich sehr kritisch“, da er selbst in seinem Bekanntenkreis miterlebt habe, dass Hasch nur eine Einstiegsdroge für härtere Drogen wäre.

Andererseits gibt es auch die Menschen, welche sich für die Legalisierung aussprechen. Gute Gründe dafür wären die besagte Entkriminalisierung der Konsumenten sowie die Entlastung der Polizei und Justiz.

Berlins Drogenlandschaft ist vielfältig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstschädigung, welche auch genutzt werden. An diesem Mittwoch stellen Dilek Kolat (Gesundheitssenatorin) und Christine Köhler-Azara (Landesdrogenbeauftragte) eine aktuelle Studie über den Drogenkonsum in der Clubszene Berlins vor.

Berlin wird in der Einladung als „internationale Party-Hauptstadt“ bezeichnet. Die Befragung erfolgte mit Clubbesucher, die online mit Fragebögen und direkt in Clubs, Bars und Warteschlangen befragt wurden.

In Flächenländern ist Alkohol ein Problem

Wer sich bis Mittwoch nicht Gedulden kann, hat die Möglichkeit einen Blick in Berlins polizeiliche Kriminalstatistik zu werfen. Mit 167 Verstorbenen erreichte die Zahl der Drogentoten im Jahr 2016 ein Zehn-Jahres Hoch. Die Zahl der Erstkonsumenten von Speed und Crystal Meth ist gleichgeblieben, die von Heroin und Ecstasy hat zugenommen. In Flächenländern ist Alkohol das Problem – die Berliner Szene konsumiert lieber illegale psychoaktive Substanzen. Infolgedessen, dass man Cannabis nicht mehr verfolgen würde, hätte man mehr Reserven für die Verfolgung des Konsums harter Drogen. Die Zahl der sichergestellten Amphetamin-Pillen hat sich in den Jahren 2015 bis 2016 von 31005 auf 66198 mehr als verdoppelt.

In Deutschland ist der Konsum von Cannabis generell nicht verboten. Er gilt als straffreie Selbstschädigung. Der Erwerb aber ist strafbar. Sowie auch der Verkauf, Anbau, Besitz – jedenfalls ohne Genehmigung. Für Therapiezwecken sind bestimmte Abgabeformen mittlerweile rechtlich möglich. Diese sind aber nur über Apotheken erlaubt.

Falls ihr wissen wollt was Cannabisöl ist und für was man dies alles benutzen kann, könnt ihr auf hanfpedia vorbeischauen.

 

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