Berlin

Montierung neuer S-Bahnen in Berlin


Die neuen S-Bahnen

Der Bauch ist schon da, jetzt muss nur noch das Herz und das Gehirn eingepflanzt werden, die neue S-Bahn beginnt zu leben.  Es wurden zunächst 85 Vier-Wagen- und 21 Zwei-Wagen-Einheiten bestellt, die gemeinsam von Stadler und Siemens gebaut werden sollen. Die Bahn will rund 900 Millionen Euro investieren jedoch sind die ersten Fahrgastfahrten erst für 2021 geplant.Die erste Fahrt haben die drei Rohbaufahrzeuge schon hinter sich. Per Tieflader sind die Wagenkästen als Straßentransport von dem ungarischen Stadler-Werk nach Pankow gerollt, wo nun der Innenausbau beginnt. Mehrere Wochen werden nun die Mitarbeiter in verschiedenen Teams bohren, kleben, schrauben und sicher auch hämmern. Reibungslos wird das trotz aller Computer-Berechnungen nicht gehen, weiß Braker. Er sei aber überzeugt, dass die Ingenieure jeweils schnell eine Lösung finden werden, wenn es irgendwo klemme. Für die Montage der ersten Fahrzeuge muss man mehr Aufwand betreiben als später, wenn die Züge in Serie gebaut werden. Zunächst werden jeweils fünf begehbare Vier- und Zwei-Wagen-Züge auf die Schienen gestellt. Die letzten Fahrzeuge sollen im Jahr 2023 geliefert werden.

Das „Herz“ der neuen Züge sei für Sabrina Soussan von Siemens der Antriebscontainer mit den Motoren und der elektrischen Ausrüstung. Die Leit- und Steuerungstechnik bilden das „Gehirn“, sagte Soussan.  Im neuen Fahrzeug seien in einem Doppelwagen 80 Sitze eingebaut, 20 davon klappbar. Die älteren Typen hatten je nach Bauart 92 bis 100 Sitzplätze. Dafür seien die Mehrzweckbereiche in den neuen Fahrzeugen erheblich größer. Ins Konzept seien anscheinend zahlreiche Anregungen von Kunden und Verbänden eingeflossen, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Dies könnte zu neuen U-Bahn-Wagen führen, da für den Auftrag keine weiteren Mitarbeiter benötigt werden.

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