2017

Neues Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt


Beinahe ein Jahr ist es her, dass ein islamistischer Attentäter auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche 55 Menschen verletzte und 11 tötete.

Nun, am 27. November 2017 öffnen die Stände und Buden der Händler wieder.

Nur ein Händler habe nicht mehr gewollt. Michael Roden, der Chef des örtlichen Schaustellerverbandes hingegen meint: “Das Leben geht weiter, wir haben Familie, Verpflichtungen, wir sind Unternehmer, die Uhr muss am Laufen gehalten werden.” Nun wurde ein neues Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Jedoch müssen die Händler selbst dafür aufkommen, so verlangt die Stadt dieses Jahr 20 Prozent mehr Platzgebühr.

Der 34. Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, der einer von vielen Märkten ist soll am Montag, den 27. November im Kerzenschein eröffnet werden. Das soll im Gedenken an die Opfer beginnen. Auch der Innensenator Andreas Geisel und der Regierende Bürgermeister Michael Müller, welche beide von der SPD sind, werden erwartet.

Neues Sicherheitskonzept für ganz Berlin

Der Innensenator Andreas Geisel möchte mit einem “Präventions- und Sicherheitspaket” eine Antwort auf die angespannte Sicherheitslage nach dem Terroranschlag geben. Er will den Einsatz von Videokameras an öffentlichen Plätzen erweitern. Außerdem fordert er eine konsequente Abschiebung und die Anwendung der Abschiebehaft. Die Videoüberwachung soll “anlassbezogen und temporär an ausgewählten kriminalitätsbelasteten Orten” angebracht werden und so als zusätzliches Instrument einsetzbar sein. Auch der Bürgermeister Michael Müller, ebenfalls von der SPD hat sich für weitere Videokameras ausgesprochen. Gegenwind bekommen die Sozialdemokraten von den Koalitionspartnern Linken und den Grünen. Sie sprechen sich gegen eine weitere Überwachung an Plätzen wie den Alexanderplatz, Kottbusser Tor oder dem Breitscheidplatz aus.

Der Innensenator will auch für eine bessere Kommunikation zwischen den Sicherheitsbehörden und den Asylsuchenden sorgen. So müsse die Identität jedes Asylsuchenden zweifelsfrei festgestellt werden. Wer bei der Identitätsüberprüfung Probleme macht, soll strengen Meldeauflagen unterworfen und im Extremfall sogar die Sozialleistungen gekürzt werden. Auch die Abschiebehaft soll konkreter durchgesetzt werden, so Geisel.

2017
33. Internationales Kurzfilmfestival Berlin